April 2007 bis November 2009 – Scott Spark Limited 2007

Gilt allgemein das geflügelte Wort vom verflixten 7. Jahr, scheint es bei meinen Bikes eher das dritte zu sein. Länger bin ich bisher noch kein Rad als Rennbike gefahren. Nur das Ghost war noch ein Jahr schneller abgelöst, was aber dann irgendwie auch wieder zu seinem nervösen Charakter passt. Nach Wheeler, Cannondale, Cube und Extralite hat es nun also trotz gegenteiliger Planungen noch im September auch mein Spark Limited nach der dritten Saison „erwischt“.

Ein wichtiger Grund für den Wechsel des fahrbaren Untersatzes ist wohl die Tatsache, dass die Optik unter dem Einsatz leidet und man sich sowieso nach einiger Zeit am Design sattgesehen hat. Bei meinen Rädern fällt dem aufmerksamen Betrachter natürlich der stetige Wechsel zwischen bunt und schwarz auf, der auch jetzt wieder stattfinden wird. So gesehen ist es erfreulich, dass das Spark Limited eher aus optischen Gründen ersetzt wird und nicht weil es konzeptionell versagt hat wie es beim Extralite der Fall war.

Insofern überwiegen dann die positiven Erinnerungen: Mit keinem anderen Rad habe ich bessere Resultate in den Rennen erzielt, ich bin nur zweimal in drei Jahren nicht ins Ziel gekommen und auch insgesamt erfüllte es seine Aufgabe, möglichst wenig Stress zu verursachen. Letztlich lag es auch am Bike, dass ich wieder Lust auf die Langdistanz bekommen habe. Deswegen kann ich nur das Fazit ziehen, dass das Spark das beste Bike war, das ich bis dahin hatte.

Weil ich im Gegensatz zu den Vorgängern die Veränderungen auf meiner (alten) Website festgehalten hatte, möchte ich aus diesen Beiträgen, die ich nicht in neue System übernommen habe, ein paar Zeilen zititeren und die Excel-Tabelle mit allen Zwischenständen anhängen. Gestartet bin ich übrigens bei einem Gewicht von 10,3kg.

Scott Spark Limited Historie

06.09.2008, 9938,9g

Ganz nebenbei habe ich auch noch die 10kg-Marke unterboten, weil ich nach den Erbeskopf-Platten mehr oder weniger notgedrungen einen Furious Fred in 2,25 Zoll Breite anstelle des kaputten Racing Ralph montiert habe.

Kleinere Änderungen waren der Umstieg auf einen Selle Italia Kit Carbonio Flow, der wegen der dickeren Streben auch andere Klemmteile an der Sattelstütze nötig machte, sowie die Rückkehr meines Ritchey WCS Vorbaus, der nach Untersuchung im REM für nicht angerissen befunden wurde.

Weichen musste das 30er Blatt von Extralite, aber das konntet Ihr bereits in diesem Test nachlesen. Jetzt ist das Originalblatt montiert, was ich in Kürze gegen ein FRM austauschen werde – ich fahre weiterhin 2fach und deswegen spielen die Schalthilfen am 32er keine Rolle, so dass ich lieber noch ein paar Gramm spare.

Zwischenzeitlich waren an den Schalthebeln Zugeinsteller von Ingenieurtec verbaut. Allerdings drehten diese sich mit der Zeit immer wieder in den Schalthebel hinein und Nachstellen während der Fahrt war mangels Griffigkeit nicht möglich. Daher sind nun wieder die Originalteile verbaut. Weitere Änderung an der Schaltung war der Umstieg auf das Shadow-Schaltwerk, das ein bisschen leichter ist und einen kürzeren Schaltzug ermöglicht.

Nach langem Überlegen habe ich mich dazu durchgerungen, es wieder mit Tubeless zu versuchen. Mit UST-Felgen, normalen Reifen und notubes-Milch ist mein erstes Fazit durchaus positiv. Die Gewichtsersparnis entspricht etwa einem Latexschlauch und es rollt noch ein bisschen besser. Ich werde demnächst noch ein bisschen näher auf meine Erfahrungen eingehen.

Die größte Änderung betraf aber das Fahrwerk. Mit dem originalen DT-Dämpfer war ich nie sonderlich zufrieden. Aktuell fahre ich nun einen Rock Shox Monarch 4.2. Dieser hat einen Ölwechsel bekommen (von 7,5 auf 10W) und wurde auf Fernbedienung umgebaut – vielen Dank nochmal an Peter, der mir die notwendigen Teile gedreht und gefräst hat! Mittels eines selbsgefeilten Adapters werden Gabel und Dämpfer nun von nur noch einem Poploc-Hebel angesteuert. Die Außenhüllen sind nun wieder normale Shimano (auch am Umwerfer), weil die I-Links nicht völlig geräuschfrei waren und ab und an der Liner aus der Außenhülle rutschte und den Lockout blockierte.

06.10.2008, 9803,3g

Schlussendlich gibt es die neue Rock Shox SID Worldcup nun doch in schwarz, und so konnte ich nicht widerstehen. Mit ein Kaufgrund war aber auch die Tatsache, dass meine Reba schon seit längerem für das neue MTB meines Vaters eingeplant war, das ich bald präsentieren will. Die Gewichtsersparnis durch die Gabel ist im Verhältnis zum Preis enttäuschend und erinnert mich an meine Extremleichtbau-Zeit zurück, wo 10€ pro Gramm Gewichtsersparnis Peanuts waren. Allerdings spekulierte ich auch auf eine Funktionsverbesserung und die erste Testfahrt hat mich nicht enttäuscht, obwohl ich das Setup noch optimieren muss.
Da die neue SID eine Postmount-Aufnahme hat, fahre ich nun statt des IS2000-Bremssattels und 180er Bremsscheibe einen PM-Bremssattel und eine Scheibe mit 160mm Durchmesser, um weiterhin ohne Adapter auszukommen.

Wie angekündigt habe ich das 32er Kettenblatt von Shimano gegen eins von FRM getauscht. Da es in meinem Fall das kleinste Blatt ist, spielen die Schalthilfen keine Rolle. Daher überraschte es mich auch nicht, dass das Schaltverhalten genauso wie vorher völlig unauffällig war.

Zu guter Letzt habe ich noch den Trittfrequenzsensor des Polar CS 600 entfernt. Ich fand es ganz interessant, mal eine Rennsaison lang zu beobachten, mit wievielen Umdrehungen pro Minute ich im Schnitt pedaliere. Die Werte waren weder zu klein noch zu groß und in letzter Zeit habe ich kaum noch darauf geachtet, deswegen habe ich den Sensor nun abmontiert. Neben der geringen Gewichtsersparnis sieht es ohne Sensor und Magnet an der Kurbel auch wesentlich aufgeräumter aus.

01.09.2009, 9558,6g

Ein neuer Adapter und ein Pushloc-Hebel haben das Fernbedienen der Federung vereinfacht. Am Vorderrad sorgt der neue Rocket Ron für Bodenhaftung und hat den größten Anteil an der erneuten Gewichtsersparnis.

Antriebsstrang und Schaltung haben sich stark verändert: Ein Dura Ace 7900 Umwerfer schaltet eine 10fach-Kette aus der gleichen Gruppe über zwei nachbearbeitete Specialité TA Kettenblätter mit 42 und 28 Zähnen, die auf Position des kleinen und mittleren Blattes montiert sind – endlich eine brauchbare Kettenlinie! Durch das geschrumpfte kleinste Blatt reicht hinten die leichtere 11-32-Version der XTR-Kassette.

Für die Marathons und für lange Einheiten nehme ich zusätzlich zum Camelbak noch eine Flasche mit. Dank dem Bontrager Race XXX Lite mit seitlichem Einschub passt eine 800ml-Flasche problemlos in das kleine Rahmendreieck.

Anfang November 2009

Rahmenkit und Gabel haben den Besitzer gewechselt, werden aber auch weiterhin in der saarländischen Rennszene eine Rolle spielen.

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