Vor kurzem ging der Dienst Flattr in die öffentliche Beta-Phase. Ich habe mich mal angemeldet und das Ergebnis seht Ihr nun unter jedem Artikel in Form eines orange-grünen Buttons. Da die ganze Sache leider noch kein bisschen selbsterklärend ist, muss ich das wohl übernehmen.
Dazu hole ich mal etwas weiter aus. Die vorherrschende Meinung ist ja bekanntermaßen, dass im Internet alles umsonst zu sein hat. Selbst wer kein böser Raubkopierer ist, erwartet dies doch zumindest bei Nachrichten und anderen Textinhalten.
Ist man eventuell noch bereit, ein Abo abzuschließen, um eine Zeitschrift online lesen zu können, würde man gleiches bei einem Blog oder einer privaten Website tunlichst unterlassen. Wer weiß denn schon, ob das so ambitioniert gestartete Projekt nicht nach drei Beiträgen schon wieder eingestellt wird oder der Autor von “Die besten Discotheken in Deutschland” gerade dann beschließt, künftig über “Haus und Garten” zu berichten, wenn man soeben überwiesen hat.
Vorabzahlungen fallen also für Blogger und private Seitenbetreiber aus, um ein paar Kröten für die Serverkosten einzunehmen. Bleiben also noch Werbung, was ich für meine Seite ausschließe, oder Spenden. Dass ich die nicht ablehne, sieht man ja an dem Paypal-Button im Menü rechts oben.
Einige Nutzer würden sicherlich auch mal eine Kleinigkeit springen lassen, um dem Lieblingsblogger ihre Dankbarkeit zu erweisen. Aber wieviel spendet man für einen gelungenen Artikel, wieviel für ein paar Zeilen die einen zum Schmunzeln gebracht haben? Einen Cent für jede Zeile, ein paar Euro für eine Handvoll Artikel? An dieser Stelle kommen dann sogenannte Micropayment-Dienste wie Flattr ins Spiel.
Anstatt nun jedem umständlich ein paar Cent zu überweisen, klickt man als Flattr-Nutzer einfach den entsprechenden Button unter einem Artikel an. Am Ende des Monats wird dann ein vorher einbezahlter monatlicher Betrag (Minimum 2€) auf alle aufgeteilt, die man “geflattrt” hat. Wenn man viel klickt, weiß man warum es sich nicht um einen Macropayment-Dienst handelt: Es kommt eben weniger bei jedem einzelnen an.
Ich werde also mit Sicherheit nicht reich, wenn Ihr mich ein bisschen “flattrt”, aber ich freue mich natürlich, wenn jemand honoriert, dass ich mir doch bei manchen Artikeln ein kleines bisschen Mühe gebe

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