17.4.2000 bis 29.3.2002 – Cube Litening Pro

Nach drei Jahren Super V reifte die Erkenntnis, dass ein Cannondale per se nicht leicht zu bekommen ist. Also schuftete ich sechs verdammt lange Wochen in den Sommerferien sechs Tage die Woche in einem Radgeschäft in der Werkstatt, um zu Geld für einen neuen fahrbaren Untersatz zu kommen. Alle Pläne, ein Rad aus Einzelteilen aufzubauen, waren relativ schnell wieder in der Schublade verschwunden. Ich entschied mich für einen reinen Vernunftkauf und bestellte ein Cube Litening Pro mit kompletter XTR, SID SL, SID-Dämpfer, Hügi 240 und Anbauteilen von Profile und Thomson zum absoluten Freundschaftspreis von 5000 DM – immerhin einen Tausender gespart.

Nachdem das Schwarz des Cannondale langweilig geworden war, bot das ganz in den Teamfarben rot, blau und weiß gehaltene Cube eine willkommene Abwechslung. Viel wichtiger war aber das Gewicht von etwas über 11 kg. Damit war ich immer mindestens vorletzter in der Herren-Lizenzklasse im Schwarzwälder Tälercup des Jahres 2001. Das Rad hatte aber 2000 bei meinem Sieg in einem Rennen, bei dem alle startenden Junioren in der Hobby-Klasse einen Platz auf dem Treppchen fanden, seine Konkurrenzfähigkeit bewiesen.

Nach zwei Jahren war die SID nach reichhaltiger „Pflege“ mit Brunox ziemlich im Eimer – das kommt dabei raus wenn man auf den Fahrradhändler hört. Ansonsten ging nichts kaputt – doch halt, eine schöne Geschichte gäbe es da noch zu erzählen: Nach vier Wochen war ein Lager der Vorderradnabe kaputt – kann ja schonmal vorkommen, dass man schief aufkommt, wenn man aus 1,20m Höhe aus dem Stand ins Flache springt. Was tut man also? Man schickt das ganze Laufrad ein und freut sich, dass man vom freundlichen Händler ein noch leichteres Ersatzlaufrad bekommt. Und dann wartet man… Nach etwa einem halben Jahr hatte man dann beim Deutschland-Vertrieb von Hügi erkannt, dass die Ersatzteilbeschaffung offenbar unmöglich war, so dass man mir anbot, meine tolle seltene SID-blaue Nabe gegen eine hundsgewöhnliche schwarze zu tauschen. Nachdem ich diese Angebot unverschämterweise ausgeschlagen hatte, wurde mein Laufrad zu DT Swiss in die Schweiz geschickt. Und siehe da, jemand erbarmte sich meiner Nabe, presste zwei neue Lager rein und binnen kurzer Zeit hatte ich mein Laufrad wieder. Deswegen wende ich mich heute im Problemfall direkt an den Hersteller.

Kilometermäßig lag das Cube nach den insgesamt drei Jahren bei 20.000 km, wobei es im letzten Jahr nur als Winterrad gefahren wurde.

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